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Website mit Produktkatalog: Technische Produkte verständlich ordnen

6 Min. Lesezeit

Eine Website mit Produktkatalog hilft Industriekunden, ein technisches Sortiment einzugrenzen und geeignete Optionen vor einer Angebotsanfrage, kurz RFQ, zu vergleichen. Ihre Grundlage ist ein einheitlicher Produktdatensatz: Namen, Varianten, technische Daten und Dokumente, die sich auf denselben Artikel beziehen.

Für einen Industriezulieferer liegt die zentrale Herausforderung häufig in der Einheitlichkeit. Für einen Artikel gibt es ein vollständiges Datenblatt, für einen anderen ein altes PDF und für einen dritten nur einen Eintrag in einer Vertriebstabelle. Diese Informationen vor der Entwicklung zu ordnen, gibt dem Katalog eine verlässliche Grundlage.

Legen Sie fest, wofür ein Produktdatensatz steht

Vereinbaren Sie, ob eine Seite eine Produktfamilie, ein Modell, eine Werkstoffqualität oder einen einzeln bestellbaren Artikel beschreibt. Werden diese Ebenen vermischt, sind Kategorien schwer verständlich und Vergleiche unzuverlässig.

Betrachten wir einen beispielhaften Anbieter technischer Kunststoffplatten. Eine Familienseite könnte den Werkstoff und seine Anwendungen erläutern. Einzelne Varianten könnten verfügbare Dicken, Farben und Plattenformate beschreiben. Für jede mögliche Kombination eine eigene Seite anzulegen, kann den Pflegeaufwand erhöhen, ohne dem Kunden zu helfen.

Definieren Sie Regeln dafür, wann eine Variante eine eigene Seite braucht: bei einer eigenständigen Spezifikation, Anwendung, Dokumentensammlung oder kaufmännischen Entscheidung. Diese Regeln sollten auch für spätere Ergänzungen gelten, statt die Struktur jedem Redakteur neu zu überlassen.

Erstellen Sie einen einheitlichen Satz von Merkmalen

Bestimmen Sie die Informationen, die jeder Artikel benötigt, und ergänzen Sie Felder für einzelne Produktfamilien. Unterscheiden Sie einen bestätigten Wert von einem unbekannten Wert. Eine fehlende Angabe darf nicht stillschweigend zu null, „Standard“ oder einer Aussage über die Eignung des Produkts werden.

Merkmal Was vor dem Import festzulegen ist
Produktname und Artikelnummer Einheitliche Benennung und dauerhafte Kennung
Abmessungen und Einheiten Relevante Maße und Darstellung der Einheiten
Werkstoff oder Spezifikation Freigegebene Bezeichnung und zugehörige Quelle
Lieferoptionen Tatsächlich verfügbare Größen, Oberflächen oder Ausführungen
Ergänzende Dokumente Aktuelle Version, Sprache und verantwortliche Person
Angaben für die Anfrage Informationen, die der Vertrieb zur Beurteilung braucht

Geben Sie bei Eigenschaften, die von bestimmten Bedingungen abhängen, den entsprechenden Kontext aus der freigegebenen Quelle an. Stellen Sie einen typischen Wert nicht als garantierten Wert dar. Lassen Sie die Zuordnung von jemandem mit Produktkenntnis prüfen, bevor Sie das gesamte Sortiment importieren.

Richten Sie die Navigation nach der Kaufaufgabe aus

Kategorien sollten einen verständlichen Einstieg bieten. Beginnen Sie mit Unterscheidungen, die Kunden verwenden, etwa Produkttyp, Anwendung oder Werkstoff. Übernehmen Sie eine interne Lagerhierarchie nur dann, wenn auch Ihre Kunden sie verstehen.

Ergänzen Sie Filter nur, wenn die zugrunde liegenden Daten einheitlich sind und die Auswahl sinnvoll ist. Ein Filter mit mehreren Schreibweisen desselben Werkstoffs zwingt Kunden dazu, Ihre Datenbank zu interpretieren. Ein Maßfilter, der Millimeter und Zoll ohne Erklärung vermischt, kann in die Irre führen.

Die Suche erfordert dieselbe Sorgfalt. Testen Sie bekannte Artikelnummern, übliche Abkürzungen und normale beschreibende Begriffe. Bieten Sie bei ausbleibenden Treffern eine Möglichkeit, die Suche anzupassen oder Hilfe anzufragen. Lassen Sie gewählte Kategorien und Filter sichtbar, damit Nutzer verstehen, warum bestimmte Ergebnisse angezeigt werden.

Machen Sie Produktdetails vergleichbar

Eine gute Detailseite zeigt, um welchen Artikel es geht, wofür er vorgesehen ist und welche Entscheidungen vor einer Bestellung noch offen sind. Platzieren Sie die Identifikation und die wichtigsten technischen Daten weit oben. Danach folgen passende Anwendungen, Optionen und Dokumente.

Bei einem beispielhaften Pumpenlieferanten müssten Kunden möglicherweise Modell, Anschlussgröße, Werkstoff und Betriebsbedingungen unterscheiden. Die Seite sollte verdeutlichen, welche Werte für das gewählte Modell gelten und welche eine technische Prüfung erfordern. Das Beispiel erläutert eine Inhaltsstruktur; es ist keine Auslegungsvorgabe für die Auswahl einer Anlage.

Verwenden Sie Fotos oder Zeichnungen, die tatsächlich zum Artikel passen. Erklären Sie bei Bedarf unbekannte Abkürzungen. Halten Sie die Seite auch auf einem Smartphone lesbar, einschließlich der Datentabellen und Dateinamen von Downloads.

Übernehmen Sie die Auswahl in die RFQ

Eine Angebotsanfrage sollte die bereits geleistete Arbeit des Besuchers erhalten. Wurden ein Produkt, eine Variante oder eine Menge ausgewählt, zeigen Sie diese Angaben in der Anfrageübersicht an. Übermitteln Sie sie an das zuständige Team, sobald das Formular an einen Versandweg angeschlossen ist.

Bei einem Sortiment, für das Kunden häufig mehrere Artikel gleichzeitig anfragen, kann eine Anfrageliste sinnvoll sein. Lassen Sie Besucher Einträge prüfen und entfernen, bevor sie ihre Kontaktdaten ergänzen. Erläutern Sie, ob sich Mengen auf Stück, Längen, Platten oder eine andere Einheit beziehen.

Ergänzen Sie nicht allein deshalb einen Checkout, weil die Website Produkte enthält. Klären Sie, ob Ihr Unternehmen verbindliche Preise und eine Auftragsannahme online anbieten kann oder ob zunächst eine technische und kaufmännische Prüfung erforderlich ist.

Planen Sie die Suchmaschinenzugriffe vor umfangreichen Filtern

Legen Sie fest, welche Kategorien und Produktseiten über Suchmaschinen auffindbar sein sollen. Prüfen Sie anschließend, welche URLs durch Filter entstehen. Viele Kombinationen können deutlich mehr Adressen erzeugen, als es nützliche Seiten gibt.

Googles Hinweise zur facettierten Navigation erklären, dass Filter-URLs Crawling-Ressourcen verbrauchen und die Entdeckung hilfreicher Inhalte verlangsamen können. Dabei wird zwischen Filtern unterschieden, die gecrawlt werden sollen, und solchen, bei denen das nicht nötig ist. Treffen Sie diese Entscheidung bewusst mit Ihrem Entwickler; nicht jede Filterkombination braucht eine eigene Such-Landingpage.

Verwenden Sie klare Seitennamen und Links für sinnvolle Kategorien. Produktbeschreibungen sollten echte Unterschiede erläutern, statt lediglich eine Modellnummer in ansonsten identischen Werbetexten auszutauschen.

Legen Sie vor dem Start die Zuständigkeiten fest

Bestimmen Sie, wer technische Daten freigibt, neue Produkte ergänzt und veraltete Datensätze entfernt. Halten Sie für jeden Wert eine vereinbarte Quelle fest, damit widersprüchliche Tabellen nicht zu konkurrierenden Katalogversionen werden.

Testen Sie vor dem vollständigen Import eine kleine, vielfältige Auswahl: ein einfaches Produkt, eine konfigurierbare Familie, einen Artikel mit fehlenden Angaben und einen ausgelaufenen Artikel. Dabei werden Entscheidungen sichtbar, die ein perfekter Demonstrationsdatensatz verdecken kann.

Ordnen Sie den Katalog bei einer neuen Website in Ihre Planung für die Industrie-Website ein. Wenn Sie einen bestehenden Katalog ersetzen, nehmen Sie seine Produkt-URLs und Downloads in die Relaunch-Bestandsaufnahme auf, bevor Sie Adressen ändern.

Häufige Fragen zu Produktkatalogen

Braucht jede Produktvariante eine eigene Seite?

Nein. Eigene Seiten sind sinnvoll, wenn sie einen für Kunden relevanten Unterschied darstellen. Fassen Sie Varianten zusammen, wenn eine gemeinsame Seite die Auswahl verständlich erklärt und die technischen Angaben korrekt bleiben.

Kann ein PDF-Katalog auf der Website bleiben?

Ja, als hilfreicher Download. Kennzeichnen Sie seine Version eindeutig und stellen Sie wesentliche Produktinformationen auf den zugehörigen Seiten bereit. So können Besucher das Sortiment beurteilen, ohne zuerst ein großes Dokument zu öffnen.

Sollte jedes Produkt einen Preis zeigen?

Zeigen Sie einen Preis, wenn das Unternehmen erklären kann, was er umfasst, und ihn aktuell halten kann. Hängen die Kosten von Menge, Spezifikation oder Lieferung ab, machen Sie stattdessen die Voraussetzungen für ein Angebot deutlich.

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